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27.02.2010 | 12:00 Uhr

Schneider und Göring-Eckardt: "Arbeit von Wolfgang Huber und Margot Käßmann zielstrebig fortsetzen"/ Der amtierende Ratsvorsitzende und die Präses der Synode der EKD zum Ende der Sitzung des Rates in Tutzing

Hannover (ots) - Zum Ende der Sitzung des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) in Tutzing bei München gaben der
amtierende Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider
und Katrin Göring-Eckardt, Präses der Synode der EKD, eine
Pressekonferenz.

Die Synodenpräses hob hervor, dass der Rücktritt von Margot
Käßmann für die evangelische Kirche "einen noch gar nicht ermessenen
Verlust" darstelle. Aber natürlich sei ihr Schritt zu respektieren.
Er habe ihr in seiner "Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit"
Hochachtung eingetragen. Göring-Eckardt: "Wir sind uns in dem Wunsch
einig, dass Margot Käßmann eine wichtige Stimme im deutschen
Protestantismus bleibt."

Der amtierende Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider sagte in
seinem Statement, er wolle "die Arbeit von Wolfgang Huber und Margot
Käßmann zielstrebig fortsetzen", und diese mit "eigenen Akzenten
versehen". Dies gelte besonders für eine "an der Leitvorstellung des
gerechten Friedens orientierte Friedenspolitik, in Afghanistan und
anderswo", für die "kraftvolle Weiterentwicklung des
Reformprozesses", sowie für "Solidarität und Gerechtigkeit in der
Gesellschaft und für eine dem entsprechende Sozial- und
Wirtschaftsethik."

Präses Schneider erläuterte weiter, dass sich der Rat darauf
verständigt habe, das an Lebensjahren älteste Mitglied des Rates und
dadurch den auf Grundlage der Geschäftsordnung des Rates amtierenden
stellvertretenden Ratsvorsitzenden Uwe Michelsen (Hamburg) zu bitten,
den amtierenden Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zukünftig wo
nötig zu vertreten. Diese Regelung gelte bis zur turnusgemäßen Tagung
der Synode der EKD, die vom 5. bis 10. November 2010 stattfinde.

Trotz der "schwierigen Vorzeichen", unter denen die Ratssitzung
stattfand, könne der Rat "dankbar auf eine Zeit intensiver
Beratungen, Planung und Entscheidung zurückblicken", so Präses
Schneider. So freue er sich bekanntgeben zu können, dass Herr
Professor Dr. Hans-Jürgen Papier, der in wenigen Tagen aus dem Amt
als Präsident des Bundesverfassungsgerichts verabschiedet werde,
künftig der Kammer für Öffentliche Verantwortung vorsitzen wird. Auch
die Mitglieder der Kammer für soziale Ordnung seien auf der
zurückliegenden Sitzung des Rates berufen worden. Zum Vorsitzenden
dieser Kammer wurde der Ökonom Professor Dr. Gustav Adolf Horn
berufen. Ebenfalls seien auch die Mitglieder der Kammer für Theologie
berufen worden. Deren Vorsitzender werde Professor Dr. Christoph
Markschies, Präsident der Humboldt-Universität Berlin.

"Die Ereignisse dieser Woche haben es mit sich gebracht", so
Schneider, "dass an der Spitze der EKD personelle Veränderungen
unausweichlich waren. In dieser Situation, so Schneider abschließend,
sei es für den Rat "eine große Hilfe", dass sich der Präsident des
Kirchenamtes der EKD, Dr. Hermann Barth, bereit erklärt habe, "seine
Absicht, zur Mitte des Jahres aus dem aktiven Dienst auszuscheiden zu
revidieren und sein Amt bis Ende November 2010 auszuüben."

Hannover/Tutzing, 27. Februar 2009

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

Originaltext: EKD Evangelische Kirche in Deutschland
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55310
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55310.rss2

Pressekontakt:
Evangelische Kirche in Deutschland
Reinhard Mawick
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: reinhard.mawick@ekd.de

Quelle: http://www.presseportal.de/

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