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12.07.2018 | 17:50 Uhr

Frankfurter Rundschau: Nur ein Wunschzettel

Frankfurt (ots) - Knapp neun Monate vor dem avisierten
Austrittstermin liegt ein Wunschzettel für den Brexit vor. Vieles
darin wird den Verhandlungen mit Brüssel kaum standhalten. Immerhin
hat die Regierung verstanden, was ihnen die 27 EU-Partner seit zwei
Jahren sagen: Wer nicht dazugehört, wird schlechter gestellt als ein
ordentliches Mitglied. Brexit-Ultras wie Ex-Außenminister Boris
Johnson hingegen halten noch an Träumen fest. Und noch steht
keinesfalls fest, ob Theresa Mays realistischerer Kurs eine Mehrheit
im Unterhaus findet. Wohlgemerkt: realistischer, keineswegs
realistisch. So findet sich in dem Weißbuch kein Wort zu Gibraltar;
auch ist das haarige Problem der inneririschen Grenze ungelöst.
Albern wirkt zudem, dass die Briten noch immer vom "No Deal"-Szenario
reden. Dabei hätte ein vereinbarungsloser Austritt für den Kontinent
schlimme, für die Brexit-Insel aber katastrophale Folgen. Kein
Politiker mit einem Funken von Verantwortungsgefühl sollte diese
Möglichkeit in Betracht ziehen.



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Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
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