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12.07.2018 | 21:31 Uhr

Rheinische Post: Kommentar / Angriff auf die Toleranz = VON MARTIN KESSLER

Düsseldorf (ots) - Es ist schon ungeheuerlich, dass ein
Gastprofessor aus den USA, der eine Kippa trägt, mitten im belebten
und beliebten Hofgarten der Bonner Universität antisemitisch
attackiert wird. Das zeigt leider, dass bei vielen muslimischen
Migranten die Bereitschaft zu antisemitischer Gewalt verbreitet ist.
Denn der Bonner Fall ist nicht der erste. Und wenn Juden es
vermeiden, ihre Kippa öffentlich in Deutschland zu tragen, ist etwas
fundamental nicht in Ordnung. Der muslimische Antisemitismus darf
nicht verdecken, dass auch Rechtsradikale hierzulande immer dreister
auftreten und ihre Gesinnung nicht kaschieren. Der Beweis ist die
Zunahme rechtsradikaler Straftaten in Nordrhein-Westfalen. Unser
Staat und unsere Gesellschaft dürfen beides nicht akzeptieren. Solche
Täter verdienen die volle Härte des Gesetzes. Der Urteilsspruch im
Fall des Berliner Kippa-Angreifers geht in die richtige Richtung.
Aber auch politisch gilt bei Antisemitismus die Nulltoleranz-Linie.
Die Entschuldigung Nahost-Konflikt darf von den Tätern nicht
herangezogen werden. Das deutsche Grundgesetz steht für Toleranz und
körperliche Unversehrtheit. Das durchzusetzen, ist erste Pflicht des
Staates.

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